Wegbeschreibung
Wir starten diese Route in München an der Thalkirchner Brücke. Der Weg führt über den Schlichtweg an der Isar entlang Richtung Süden. Hier ist zumeist viel los, und auf andere Radler, Spaziergänger und Hunde sollte unbedingt Rücksicht genommen werden. Es folgen Schotterwege und einige gut fahrbare Abschnitte auf den Isartrails, bis wir nach sieben Kilometern durch den Grünwalder Forst fegen und auf Höhe der Grünwalder Brücke nach Grünwald hochfahren.
ACHTUNG: Zwischen Grosshesseloher Brücke und Grünwalder Brücke ist der Radweg auf ca. 1,5 km Länge aufgrund von Steinschlaggefahr offiziell gesperrt – jedoch lediglich durch eine Beschilderung. Eine Alternativroute ist ausgeschildert, die Streckenführung dieser Tour wurdedaher entsprechend verlegt. Eine Nutzung des gesperrten Wegs erfolgt auf eigene Gefahr.
Die Schotterabschnitte zum Münchner Golfclub hin machen sehr viel Spaß. Bald verlassen wir München und passieren Großdingharting. Wir düsen weiter durch den schönen Abschnitt entlang des Deininger Moos und lassen Dettenhausen, Egling und Ascholding hinter uns. Alsbald eröffnet sich ein wunderschöner Blick Richtung Alpen. Auf Höhe von Geretsried wechseln wir von der östlichen auf die westliche Isarseite und fahren weiter auf gefestigten Forstwegen - streckenweise entlang der Radroute München-Venezia - nach Süden. Nach 43 Kilometern erreichen wir in Rothenrain den ersten schönen Café-Stop
unserer Tour. Das Café „Bleib Steh“, von dem aus man einen wunderbaren Ausblick auf die Alpen und das Tölzer Land hat, lädt zur Rast ein.
Von dort aus führt der Weg auf kleinen Straßen direkt nach Bad Tölz, wo ihr nach 50 Kilometern den zweiten Café-Stop des Tages im „Café Love“ oder etlichen anderen Cafés, Eisdielen und Bistros entlang des Isarkais, in und rund um die historische Altstadt einlegen könnt. Ein bisschen Dolce Vita mitten in Oberbayern.
Der Isarradweg führt uns auf gut gepflegtem Schotterweg aus Tölz heraus direkt nach Lenggries. Über die Bretonenbrücke wechseln wir auf die andere Isarseite. Wir fahren ein kurzes Stück entlang des Jachens zur Landerer Mühle (Café & Restaurant), bevor wir uns auf den Weg in die Jachenau machen. Hier hätten wir die Möglichkeit, flach auf dem asphaltierten Radweg weiterzufahren – doch mit unseren Gravelbikes entscheiden wir uns für den Schotter und biegen auf den bis zu 20% steilen Anstieg zum Bruckgraben ab. Der Anstieg lohnt sich, es folgen tolle Ausblicke in die Jachenau und auf die
Benediktenwand. Durch das flache Jachental sind wir bald im Dorf Jachenau angekommen, wo wir auf einem Asphaltweg nach Berg abbiegen. Es folgt ein weiterer Anstieg, der auf Asphalt jedoch gut zu
meistern ist. In Berg geht der Weg bald in einen Schotterweg über, der bei Radlern noch relativ unbekannt ist. Es folgt eine tolle Abfahrt über die Sachenbacher Almwiesen zum Walchenseeufer, wo wir im Kiosk Sachenbacher einen weiteren Stopp einlegen. Der selbstgemachte Trinkjoghurt mit frischen Heidelbeeren gibt uns die nötige Power, um den nächsten Streckenabschnitt zu meistern. Zunächst genießen wir den Ausblick am Nordufer auf den türkisblauen Walchensee, bevor wir in Urfeld den Anstieg zum Kesselbergpass auf Asphalt in Angriff nehmen.
Die Abfahrt nach Kochel am See ist flott. Auf dem Radweg entlang der Bundesstraße erreichen wir schließlich nach 100 Kilometern unsere Unterkunft: Den Gasthof & Hotel Klosterbräu in Schlehdorf, wo wir im Biergarten noch einen schönen Abend verbringen. Am nächsten Morgen genießen wir das Frühstück auf der Außenterrasse des Klosterbräu mit tollem Blick auf die neu errichteten Bootshütten am Kochelsee. Unser Weg führt an der Loisach entlang aus Schlehdorf hinaus, an Großweil und Kleinweil vorbei, wo wir über eine tolle Gravelpassage nach Sindelsdorf einfahren. Ab Breunetsried folgt unser Track einer Bahntrasse entlang leicht abschüssig Richtung Iffeldorf. Zeit, in den Unterlenker zu gehen und die schnelle Fahrt auf Schotter zu genießen. Wir gelangen an den Starnberger See, wo wir in der Strand Bar & Kitchen einen Stopp einlegen, den Bikini auspacken und in den Starnberger See hüpfen. Eine willkommene Erfrischung. Die Zeit haben wir heute auch, denn der zweite Teil unserer Tour ist kürzer und hat weniger Höhenmeter als der erste Tag.
Der Track führt kurz entlang des Starnberger Sees weiter nach Norden, bis wir dann die Bundesstraße queren und ins Schellenberger Moor abbiegen, wo wir auf Waldwegen immer weiter nach Norden durch Attenkam Richtung Münsing gelangen. Wir passieren Bachhausen, Mörlbach und Neufahrn. Den Abschluss unseres Overnighters bildet schließlich ein schneller Abschnitt durch den Forstenrieder Park, von wo wir bald wieder an unserem Ausgangspunkt, der Thalkirchner Brücke, ankommen.

















