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Kochelsee-Loisach-Moore

Wiesenbrüter-Schutzgebiet

Infotafel: Schwarzkehlchen

Das Schwarzkehlchen ist 12 cm groß. Rücken, Kopf und Kehle des Männchens sind schwarz mit weißen Flecken an der Halsseite. Das Weibchen ist oberseits samt Kopf schlicht braun gefärbt. Es ähnelt dem Braunkehlchen, hat aber keinen weißen Überaugenstreif. Zum Singen und bei der Beutejagd (Insekten und Spinnen) sitzt das Schwarzkehlchen auf Pfosten und Büschen. Es nimmt auch höhere Beobachtungsposten ein als das Braunkehlchen, bis hin zu Baumwipfeln.
Lebensraum: Das wärmeliebende Schwarzkehlchen benötigt weiträumige Wiesen. Auch Ödland und Böschungen von Verkehrswegen sucht es auf.
Verbreitung: Eurasien (ohne Nordeuropa) und Afrika.
Sein Winterquartier hat das Schwarzkehlchen in den Mittelmeerländern und in Westeuropa.
Bestand: In Bayern gefährdet (Rote Liste 3).

Die Loisach-Kochelsee-Moore beherbergen ein Sechstel des gesamten bayerischen Bestandes, sie sind landesweit das wichtigste Brutgebiet des Schwarzkehlchens. Das Schwarzkehlchen findet sich vor allem in den großräumigen Streuwiesengebieten und Hochmooren, die an den Rändern und in Brachen Ansitzwarten bieten.

Sie befinden sich in einem der letzten Refugien der
Wiesenbrüter. Nur noch in wenigen Mooren finden die Wiesenbrüter große Gebiete mit wenigen Bäumen und Sträuchern. Sie bauen ihre Nester direkt auf den Boden. Ihr Nachwuchs hat nur Erfolg, wenn die Wiesen erst nach dem Flüggewerden der Jungen gemäht werden.

Das Aufscheuchen brütender Vögel durch Hunde bringt den Nachwuchs ernsthaft in Gefahr. Bitte halten Sie sich an das Wegegebot. Dann können Sie auch vom Wanderweg aus spektakuläre Revierrufe oder Balzflüge wahrnehmen.

Liebe Besucherinnen und Besucher, bitte nehmen Sie Rücksicht auf bodenbrütende Vogelarten:


  •  Bleiben Sie auf den in der Karte rot markierten Wegen.
  • Halten Sie Ihren Hund an der Leine.


Die Loisach-Kochelsee-Moore sind Teil des europäischen Biotopverbundes NATURA 2000. Das Verlassen dieser Wege ist innerhalb des Schutzgebietes vom 20.März bis 15. Juli verboten. Die Kernzone darf nur außerhalb dieser Brutzeit und dann nur auf den Wegen betreten werden. Die
Naturschutzwacht und die unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau achten auf die Einhaltung des Wegegebotes.

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)