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Kochelsee-Loisach-Moore

Wiesenbrüter-Schutzgebiet

Infotafel: Braunkehlchen

Das Braunkehlchen ist mit 12,5 cm wenig kleiner als ein Spatz. Kopf und Oberseite sind braun-schwarz, Kehle und Brust orange-gelb, der Bauch weißlich. Wesentlicher Unterschied gegenüber dem Schwarzkehlchen ist der weiße Streifen über dem Auge. Zum Singen und bei der Beutejagd auf blütenbesuchende Insekten sitzt das Braunkehlchen gern auf Weidezäunen oder hohen Stauden wie Kohldistel und Mädesüß. Lebensraum: Mäßig feuchte, an Doldenblütlern reiche, spät gemähte Wiesen oder trockenes Ödland.
Sein Winterquartier hat das Braunkehlchen südlich der Sahara in den Savannen Afrikas. Brut: Brutdauer 2 Wochen im Zeitraum Mai bis August. Die Jungtiere bleiben noch 2 weitere Wochen im Nest.
Der Bestand an Braunkehlchen hat in den letzen 20 Jahren stark abgenommen und wird in Bayern als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft.

Die Loisach-Kochelsee-Moore sind bayernweit das wichtigste Brutgebiet des Braunkehlchens. Obgleich infolge der Flurbereinigung die aktuellen Fundorte nur noch einen Bruchteil der früheren Vorkommen darstellen, beherbergen sie etwa ein Fünftel des gesamten bayerischen Bestandes. Das Braunkehlchen kommt in den blüten- und damit insektenreichen Streuwiesen vor. Es siedelt auch dort, wo magere Feuchtwiesen und gemähte intensivere Futterwiesen abwechseln.

Die Loisach-Kochelsee-Moore erstrecken sich entlang der Loisach vom Kochelsee bis Penzberg. Mit über 4.000 ha Ausdehnung gehören sie zu den größten zusammenhängenden Feuchtgebieten Deutschlands. Sie bilden den südlichen Teil der rund 40 km langen und europaweit bedeutsamen 'Tölzer Moorachse'. Diese umfasst die Moore entlang der Loisach und der Isar bis nach Deining nördlich von Wolfratshausen. Mit je rund einem Drittel ihrer Fläche sind die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau die moorreichsten Landkreise Bayerns. Moore sind Lebensraum vieler seltener, stark bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Liebe Besucherinnen und Besucher, bitte nehmen Sie Rücksicht auf bodenbrütende Vogelarten:

  • • Bleiben Sie auf den in der Karte rot markierten Wegen.
  • • Halten Sie Ihren Hund an der Leine.


Die Loisach-Kochelsee-Moore sind Teil des europäischen Biotopverbundes NATURA 2000. Das Verlassen dieser Wege ist innerhalb des Schutzgebietes vom 20.März bis 15. Juli verboten. Die Kernzone darf nur außerhalb dieser Brutzeit und dann nur auf den Wegen betreten werden. Die Naturschutzwacht und die unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau achten auf die Einhaltung des Wegegebotes.

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)