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Kochelsee-Loisach-Moore

Wiesenbrüter-Schutzgebiet

Infotafel: Streuwiesen

Streuwiesen sind nährstoffarme Moorwiesen, die erst im Herbst gemäht werden und deren Mähgut als Einstreu im Stall dient. Streuwiesen sind Lebensraum für viele Arten wie:

  • attraktive Blütenpflanzen
  • seltene Schmetterlinge und Heuschrecken
  • gefährdete Wiesenbrüter.

Viele Bauern in den Loisach-Kochelsee-Mooren mähen und verwenden noch traditionell Streu. Der Bedarf an Streu ist jedoch durch Technisierung und Einführung der Schwemmentmistung seit Mitte des 20. Jahrhunderts stark gesunken. Folglich fielen weitläufige Streuwiesenbereiche brach. In den Loisach-Kochelsee- Mooren startete 1993 das Modellprojekt 'Landschaftspflegehöfe'. Moderne, technisch gut ausgerüstete Stalltypen mit hohem Bedarf an Streu wurden gebaut. In diesen Ställen wird die Handarbeit durch automatische Einstreu- und Entmistungsanlagen ersetzt.

Streuwiesen sind gesetzlich geschützte Biotope, die nicht zerstört werden dürfen (Art.13 d Bayerisches Naturschutzgesetz). Die bäuerliche Nutzung - Herbstmahd, keine Düngung - erhält die Streuwiesen. Sie wird mit staatlichen Förderprogrammen unterstützt. Wenn die Landwirte die Mahd dieser wenig ertragreichen Wiesen aufgeben, überwuchern Faulbaum und Weiden die Streuwiesen, den Lebensraum der Orchideen und Enziane. Streuwiesen bringen ohne Düngung gleichmäßigen Ertrag. Die Pflanzen haben die Nährstoffe bis zum Schnitt im Herbst in die Wurzeln oder andere Speicherorgane zurückgezogen. Das Mähgut hat keinen Futterwert, es ist aber sehr saugfähig und fault nicht. Vom intensiven Grün der Futterwiesen heben sich Streuwiesen durch ihre bräunlichere Farbe ab. Sie beherbergen Kostbarkeiten wie den Stängellosen Enzian.

Liebe Besucherinnen und Besucher, bitte nehmen Sie Rücksicht auf bodenbrütende Vogelarten:

  • Bleiben Sie auf den in der Karte rot markierten Wegen!
  • Halten Sie Ihren Hund an der Leine!

Die Loisach-Kochelsee-Moore sind Teil des europäischen Biotopverbundes NATURA 2000. Das Verlassen dieser Wege ist innerhalb des Schutzgebietes vom 20.März bis 15. Juli verboten. Die Kernzone darf nur außerhalb dieser Brutzeit und dann nur auf den Wegen betreten werden. Die Naturschutzwacht und die unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau achten auf die Einhaltung des Wegegebotes.

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Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)