So müssen Berge aussehen

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Wiesenbrüter-Schutzgebiet Kochelsee-Loisach-Moore

Naturnahe Moore sind weltweit unsere einzigen Ökosysteme, die das Treibhausgas CO² auf Dauer verringern. Etwa 550 Milliarden Tonnen Kohlenstoff lagern in Form unvollständig zersetzter Pflanzen in den Mooren unserer Erde. Intakte Moore haben die Fähigkeit, hohe Niederschlagsmengen aufzunehmen und langfristig zu speichern. Für die Moorlebensräume und ihre Tier- und Pflanzenarten trägt Bayern eine hohe europaweite Verantwortung.

Zwischen Kloster und Loisach liegt das Klosterland Benediktbeuern, 145 ha Grünland und 50 ha Wald. Es ist Bayerns größtes Extensivierungsprojekt mit Wiedervernässung auf Niedermoorgrünland. Seit 1992 bewirtschaften über 20 Bauern der Umgebung das Klosterland extensiv, das heißt

  • • Verzicht auf Düngung,
  •  der erste Schnitt erfolgt in kleinem Umfang als Frühmahd, zum Großteil erst im Spätsommer,
  •  es verbleiben Brachestreifen auf den Flächen,
  •  Gräben werden angestaut, Drainagen unterbrochen, verrohrte Bachläufe renaturiert, nasse Senken angelegt. Die Brachestreifen bieten wiesenbrütenden Vögeln Schutz für Brut und Aufzucht der Jungtiere; andere Tierarten finden hier Überwinterungsquartiere. Die nassen Senken entwickelten sich zu den regional bedeutendsten Rastflächen für Watvögel. Fichtenforste werden aufgelichtet, damit sich Birkenbruchwälder entwickeln können. Seltene Fledermausarten jagen hier.

Das Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern e.V. bietet auf Anfrage Führungen durch die Loisach-Kochelsee-Moore. Informationen erhalten Sie unter: Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern Zeilerweg 2, 83671 Benediktbeuern, Telefon 08857-88777, www.zuk-bb.de.

Liebe Besucherinnen und Besucher, bitte nehmen Sie Rücksicht auf bodenbrütende Vogelarten:

  • Bleiben Sie auf den in der Karte rot markierten Wegen.
  • Halten Sie Ihren Hund an der Leine.

Die Loisach-Kochelsee-Moore sind Teil des europäischen Biotopverbundes NATURA 2000. Das Verlassen dieser Wege ist innerhalb des Schutzgebietes vom 20.März bis 15. Juli verboten. Die Kernzone darf nur außerhalb dieser Brutzeit und dann nur auf den Wegen betreten werden. Die Naturschutzwacht und die unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau achten auf die Einhaltung des Wegegebotes.

 

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Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)