So müssen Berge aussehen

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Wiesenbrüter-Schutzgebiet Kochelsee-Loisach-Moor:

Infotafel "Großer Brachvogel"

Mit rund 60 cm ist der Große Brachvogel der größte europäische Watvogel. Sein Gefieder ist graubraun gebändert. Während des Flugs wird der weiße Bürzel sichtbar. Der Schnabel des Großen Brachvogels ist mit einer Länge von 15 cm der zweitlängste nach dem Weißstorch (18 cm Schnabellänge).
Nahrung: Insekten, Würmer, Schnecken, Beeren, Samen.
Lebensraum: Weitläufige Moore und Feuchtwiesen ohne Busch- und Baumreihen, Marschflächen.
Überwinterung in Nordafrika und Südwesteuropa, in milden Wintern auch in Deutschland. Brut ab Ende März bis Ende April Ablage der - meist vier - gut getarnten Eier in eine Bodenmulde. Die Brut erfolgt durch beide Elternteile über eine Dauer von ca. 28 Tagen.
Bestand: In Bayern geht der Bestand seit Jahrzehnten dramatisch zurück. 2006 brüteten im Freistaat nur noch etwa 410 Paare.

Der Große Brachvogel ist sehr scheu und störempfindlich. Die Betretungsregelungen sind Voraussetzung, dass er seinem Brutgeschäft ohne Störung nachgehen kann. So kann im Frühjahr der melodiöse Ruf des Großen Brachvogels, der bei der Landung in einen Triller übergeht, auch weiterhin von Wanderwegen aus erlebt werden. Mit etwas Glück können Sie ihn von diesem Standpunkt aus beobachten.

Moore sind von hohem Wasserstand geprägt. Niedermoore (‚Moos’) haben Verbindung zu Grundwasser, Hochmoore (‚Filze’) werden nur durch Regenwasser gespeist. Im wassergesättigten Milieu werden abgestorbene Pflanzen nur unvollständig zersetzt, so entsteht Torf. In 1000 Jahren kann das Moor durch diese Ablagerung 1 Meter in die Höhe wachsen. In den Loisach-Kochelsee-Mooren finden sich bis zu 8 m mächtige Torfschichten.

Liebe
Besucherinnen und Besucher, bitte nehmen Sie Rücksicht auf bodenbrütende Vogelarten:
 
♦ Bleiben Sie auf den in der Karte rot markierten Wegen.
♦ Halten Sie Ihren Hund an der Leine.

Die Loisach-Kochelsee-Moore sind Teil des europäischen Biotopverbundes NATURA 2000. Das Verlassen dieser Wege ist innerhalb des Schutzgebietes vom 20.März bis 15. Juli verboten. Die Kernzone darf nur außerhalb dieser Brutzeit und dann nur auf den Wegen betreten werden. Die
Naturschutzwacht und die unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau achten auf die Einhaltung des Wegegebotes.

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)