Gelebtes Brauchtum

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Tracht im Tölzer Land

Ob farbenprächtige Dirndl, kernige Lederhosen, Loden-Joppen, handgestrickte Wadlstutzen und bestickte Schnürmieder - Tracht ist etwas besonderes und wird gerne getragen.

Tracht kann sehr unterschiedlich sein, auch von Region zu Region gibt es schon zahlreiche Unterschiede.

Tracht der Frauen:
Das heutige "Dirndl" galt im 19. Jahrhundert als Arbeitsgewand der Mägde auf dem Land. Diese waren noch aus einfarbigen aber robusten Stoffen wie Leinen oder Baumwolle genäht, Schürzen wurden sogar aus der Bettwäsche gefertigt.  Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930 Jahre wurde das Dirndl schließlich auch bei den Städtern populär. Mit der Zeit wurden immer mehr edlere Stoffe verwendet, wodurch das Dirndl auch in der Oberschicht immer häufiger getragen wurde.

In der heutigen Zeit wird das Dirndl zu allen festlichen Anlässen getragen, ob in der Kirche, auf Festen, zum Tanzen oder bei Veranstaltungen. 

Zu besonderen Anlässen, wie Hochzeiten, Leonhardi, Fronleichnam etc. wird im Tölzer Land die Festtagstracht getragen. Hier gibt es auch Unterschiede zwischen unverheirateten und verheirateten Frauen.

Das Tragen des "Schalks" ist nur verheirateten Frauen gestattet. Bei traditionellen Bauernhochzeiten war und ist der Schalk gleichzeitig das Brautkleid. Der Schalk wird meist aus schwarzer Seide, die Schürze  aus bunter Seide gefertigt. Natürlich gehört beim Ausrücken auch ein Schnürhut  mit Goldschnur dazu.  

Das Miedergewand tragen nur unverheiratete Mädchen. Über dem sogenannten Leiberl wird ein Panzer getragen, der mit einem Geschnürr festgemacht wird. Anders als beim Schalk wird das Seidentuch über dem Obergewand getragen. 

Tracht der Männer:
Die Lederhose hat sich in Lauf der Zeit nicht viel verändert. Früher, wie heute wird die traditionelle Lederhose aus Hirschleder gearbeitet.  Regionale Unterschiede bei der Lederhosen gibt es vorallem bei den Hosenträgern. Im Tölzer Raum und auch in manch anderen Regionen ist der buntbestickte Hosenträger beheimatet. Das Besticken der Träger ist sehr zeitaufwendig  und wird aus reiner Handarbeit meist von Frauen in der eigenen Familie angefertigt. Eine andere Art von Hosenträger wird aus Leder gearbeitet. Manche Hosenträger ziert sogar eine Federstielstickerei, die aus  echten Pfauenfedern besteht. Leider gibt es nicht mehr allzu viele, die das Handwerk des Federstielstickens noch beherrschen. Natürlich gehört zu einem "gestandenen Mannsbild" auch der passenden Trachtenhut dazu.

Die Lodenhose bzw. der -anzug wird meist auf Hochzeiten, Ausrücken der Vereine zu kirchlichen Anlässen etc. oder in der kälteren Jahreszeit getragen.

Weitere Informationen über Trachten im Tölzer Land finden im Trachten Informationzentrum in Benediktbeuern.

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