Gelebtes Brauchtum

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Wie Brauchtum und Tradition im Tölzer Land gepflegt wird

Bräuche im Jahresverlauf

Nicht nur zu kirchlichen Anlässen auch bei Festen und Feiern wird das Brauchtum und die Kultur im Tölzer Land wie jeher gelebt und gepflegt.

März/ April

  • Palmweihe
    Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern und läutet die Karwoche ein. An diesem Feiertag werden selbstgebundene Palmbuschen an Stangen meist von Buben zur Palmweihe in die Kirche getragen. Die geweihten Buschen werden im Herrgottswinkel, am Dach oder Stall aufbewahrt.
  • Osterfeuer und Speisenweihe
    Das Osterfeuer wird in der Osternacht vor der Kirche  entzündet und anschließend vom Pfarrer gesegnet. Die Speisenweihe erfolgt in den Gottesdiensten an den Osterfeiertagen. An Eisenhaken befestigte Baumschwämme, werden am Osterfeuer entzündet und zum Schwelen gebracht. Diese werden dann  meist von Buben von Haus zu Haus getragen. Zum Schutz des Hauses und deren Bewohner, wird jeweils ein glühendes Stückchen Schwamm ins Herdfeuer geworfen. Die Buben bekommen meist Geld und Süßigkeiten geschenkt.

Mai

  • Der Maibaum
    Der Maibaum ist ein uraltes heidnisches Fruchtbarkeitssymbol und  wird am 1. Mai allein von Männerkraft aufgestellt.

 

  •  Pfingsten
    An Pfingsten gibt es mancherorts den Brauch, dass die Burschen einen "Pfingsthansl" aufstellen. Und zwar bei Paaren, die (immer) noch nicht verheiratet sind. Der Pfingsthansl ist eine mit Stroh ausgestopfte Puppe, die auf den Dachfirst gesetzt wird. Außerdem werden mit weißer Kalkfarbe Sprüche zu manchen Personen auf die Strasse in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag gepinselt - so manche Liebschaft wurde so schon aufgedeckt. Haushalte, wo es mit der Ordnung rund ums Haus nicht zum Besten steht, werden "bestraft", indem die nicht aufgeräumten Gegenstände zum Dorfplatz transportiert werden.

 Juni

  • Fronleichnam
    Über die Jahrhunderte hinweg haben die Prozessionen - zu denen die Menschen von weit her strömen - in den verschiedenen Orten des Tölzer Landes eigene Charakteristika entwickelt.
  • Johanni- oder Sonnwendfeuer
    Das Johannifeuer, ein germanischer Volksbrauch, diente ursprünglich zur Abwehr böser Geister und Dämonen. Auch heute noch wird ein Bergfeuer entfacht, um den Sommerbeginn zu feiern.  Das Johannifeuer ist nach dem Namenspatron Johannes der Täufer benannt und wird an einem Samstag  um den 24. Juni auf den umliegenden Bergen entzündet.

August

  • Mariä Himmelfahrt
    Mariä Himmelfahrt ist wahrscheinlich das älteste und höchste Marienfest und wird am 15. August gefeiert. An diesem Tag werden gebundene Kräuterbuschen zur Weihe gebracht. Der Kräuterbuschen soll das Haus vor Unwetter schützen und wird dann getrocknet im Haus aufbewahrt.

Oktober

  • Kirchweih
    Am 3. Sonntag im Oktober wird der Kirchweih gefeiert. Beliebt sind vor allem die selbstgemachten Kirtanudeln. So mancher Hof baut zur Kirchweih eine Kirtahutschn auf, die nicht nur bei Kindern beliebt ist. Auch so manchen "Jungge-bliebenen" trifft man dort an. Am Abend wird mancherorts zum Kirtatanz eingeladen.  

November

  • Leonhardi
    Der Heilige St. Leonhard - Schutzpatron von Roß und Reiter - wird in ganz Bayern verehrt. Ihm zu ehren finden rund um den 6. November zahlreiche Leonhardifahrten oder -ritte im ganzen Tölzer Land statt. Einer der bekanntesten ist die Tölzer Leonhardi. Jedes Jahr strömen tausende Zuschauer von nah und fern nach Bad Tölz, um die geschmückten Wägen und Rößer zu bestaunen.

 

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