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Auf Farbenfährte durch die Voralpen:

Franz Marc Jahr 2016

2016 ist „Franz Marc Jahr“ im Tölzer Land - Rund um Kochel a. See leiten auch 100 Jahre nach seinem Tod noch eindeutige Spuren des großen Expressionisten durch die Bilderbuchlandschaft.

Franz Marc wagte Anfang des vergangenen Jahrhunderts in den beschaulichen oberbayerischen Voralpen des Tölzer Landes den Schritt vom naturalistischen Abbild zum expressionistischen Sinnbild. Gemeinsam mit Weggefährten wie Wassily Kandinsky oder Gabriele Münter revolutionierte er hier mit der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter" die bestehende Malerei.

2016, 100 Jahre nach seinem Tod, laden zahlreiche Angebote zu neuen Auseinandersetzungen und direkten Vergleichen zwischen Kunst und Natur ein. Im Jubiläumsjahr können Besucher den Avantgardisten außerdem im direkten Spannungsfeld seiner Zeitgenossen und Nachfolger erleben:

Bei einem Kunstspaziergang durch die Gemeinde Kochel a. See wandeln Sie ganz bequem auf den Spuren des Blauen Reiter durch unsere Region und ermöglichen die subjektive Auseinandersetzung mit Franz Marc und seinen Arbeitsweisen und erwecken die Begeisterung, die Marc für unsere malerische Voralpenlandschaft empfand, zu neuem Leben. Am Kochelsee-Ufer warten entlang des Themenweges mit 9 Schautafeln Marcs „Badende Frauen", im Fischerviertel z.B. trocknet noch wie einst auf dem Bild die „Flatternde Wäsche" vor einem alten Bauernhaus.

Wer der Begeisterung Franz Marcs, der die Region schon von zahlreichen Familienausflügen aus Kindertagen kannte, bevor er sich hier niederließ, für die Seen und Berge, vom magischen Spiel der Farben und des Lichts im Tölzer Land nachsprüren will, kann die Landschaft rund um den Kochelsee bei einer Radtour erkunden: Die Radkarte „Auf den Spuren des Blauen Reiters" (Maßstab 1:50.000; erhältlich in der Tourist Information Kochel a. See; Preis 6,90 Euro) leitet zu den Hot Spots der Expressionisten im Tölzer Land.

Wer gerne wandert, dem empfiehlt sich ein Abstecher zum Walchensee und von dort mit der Seilbahn hinauf zum Herzogstand, der majestätisch zwischen Kochel- und Walchensee thront. Auch zur „Kohlleite", einer Anhöhe über Kochel a. See, auf der Franz Marc „seine" beiden Frauen auf Leinwand bannte, bietet sich eine kleine Wanderung an. Als Tagestour lässt sich die Runde bis zur „Staffelalm" ausdehnen, auf der Franz Marc gern Zuflucht vor den Wirrungen seines Alltags suchte und die beiden Fresken „Stierkopf" und „Hirsch und Hirschkuh" im niedrigen Innenraum der alten Almhütte hinterließ.

Unbestrittene Höhepunkte sind die für 2016 geplanten Sonderausstellungen im Franz Marc Museum, bei denen mit „Das arme Land Tirol", „Weidende Pferde IV." und „Kämpfende Formen" drei seiner berühmtesten Hauptwerke jeweils ein Vierteljahr präsentiert werden. Die Ausstellungen, deren Protagonisten aus New York, Cambridge und München anreisen, stellen Schönheit und Wirkung des Einzelwerks in den Vordergrund. Darum herum verdeutlichen Skizzen, Studien und parallel entstandene Arbeiten, sowie Werke von zeitgenössischen und nachfolgenden Künstlerkollegen auf einer Ausstellungsfläche von 700 Quadratmetern die Entstehungsprozesse der jeweils zentralen Exponate. Wer sein Kunstverständnis unter sachkundiger Anleitung vertiefen möchte, kann zudem museumspädagogische Angebote nutzen, die Kindern wie Erwachsenen einen altersgerechten Zugang zu Marcs Werk ermöglichen. Kleine Pause gefällig? Auf der Terrasse des modernen „Restaurant & Cafe Blauer Reiter" aus genießt man neben Speisen und Getränken das herrliche Panorama auf Berge und Kochelsee und empfindet direkt, warum Marc dieses Fleckchen Erde zu seiner Wahlheimat erkor.

Kunst im Paket: Vier Übernachtungen inklusive Frühstück, Wanderkarte, abwechslungsreichen Abendmenüs und einem Eintritt ins Franz Marc Museum gibt´s ab 264 Euro im Drei-Sterne-Hotel direkt am Kochelsee.

 

Tourist Info Kochel a. See
Bahnhofstraße 23
82431 Kochel a. See
Tel: 08851/338
E-Mail: info@kochel.de
Web: www.kochel.de

Franz Marc Museum

Das Franz Marc Museum im Sonnenschein.

Das Museum wurde bereits 1986 gegründet, um Leben und Werk des bedeutenden Künstlers zu ...
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Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)